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Ein Museumsbau für lebendigen Umgang mit Kunst
Das Kunst(Zeug)Haus mit seiner bewegten Dachlandschaft. © Hannes Henz (Architekturfotograf)
UMGESTALTUNG DES ZEUGHAUSES MIT MINIMALEN EINGRIFFEN
Für das Kunst(Zeug)Haus wurde das ehemalige Zeughaus 2 im Zentrum der neuen Stadt Rapperswil-Jona umgestaltet. Das Stifterehepaar führte im Frühjahr 2006 einen Wettbewerb unter vier eingeladenen Architektenteams durch (Gigon Guyer, Zürich, Marcel Ferrier, St. Gallen, Stürm Wolf, Zürich, und Oberholzer Rüegg, Rapperswil) und liess die Projekte durch eine hochkarätige Fachjury begutachten. Das Projekt des Zürcher Architektenteams Isa Stürm und Urs Wolf überzeugte als Siegerprojekt des Wettbewerbs. Es beliess den Charakter des Zeughauses weitgehend und sah an den Fassaden und im Inneren nur minimale Eingriffe vor. Die Baubewilligung für das Projekt wurde am 5. Dezember 2006 erteilt.

DACH MIT SYMBOLKRAFT
Ein bedeutsamer Eingriff geschah am Dach: Durch Anheben der Dachsparren wurde gegen aussen eine wellenartige, bewegte Dachlandschaft erzeugt. Sie verbindet symbolhaft die Stadtkerne von Rapperswil und Jona und markiert die vermittelnde Stellung des Kunst(Zeug)Hauses im Mittelpunkt der neuen Stadt.

Objekte aus der Sammlung im grossen Ausstellungssaal.
© Hannes Henz (Architekturfotograf)


FREIE AUSSTELLUNGSLANDSCHAFT
Im Innern schafft das aufgeworfene Dach eine grosszügige, freie Ausstellungslandschaft. Zur Strasse hin sind Büros und Museumspädagogik angeordnet. Eine breite Treppenanlage mit Ausstellungspodesten verbindet den grossen Ausstellungsraum im Obergeschoss mit dem Erdgeschoss. Dort befinden sich Sammlungslager und Technikräume. Zum öffentlich genutzten Bereich, der sich auf den Platz orientiert, gehören ein Foyer mit Bar/Cafeteria, Shop und Garderoben und ein Ausstellungs- und Veranstaltungsraum, der durch aussenstehende Institutionen (z.B. IG Halle) genutzt werden kann.

Freie Ausstellungslandschaft. (Bild Ivo Hohermuth)
GROSSZÜGIGER VORPLATZ
Auch der grosse Vorplatz mit seinem grosszügigen Ambiente ist ins Museumskonzept einbezogen. Der Haupteingang liegt beim Zeughausplatz und erschliesst das Foyer mit der Cafeteria. Unter dem langen Vordach kann das Publikum vor den grossen Toren das Leben auf dem Zeughausplatz geniessen. Ein Hain mit Zierkirschen verbindet den Zeughausplatz mit der Neuen Jonastrasse.


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