Musiksommer am Zürichsee
Auch dieses Jahr fanden die Klänge des Musiksommer am Zürichsee wieder ihren Weg ins Kunst(Zeug)Haus. Die Veranstaltung «Klang – Bild – Raum – Zeit» bot gleich drei Erlebnisse in einem. Besuchende erwartete von 13 bis 18 Uhr ein Konzert, eine Meditation und die Ausstellung «VOLLER LEBEN».
Aufgeführt wurde «For Philip Guston». Ein vierstündiges Werk des Komponisten Morton Feldman (1926–1987), gewidmet dem Maler Philip Guston (1913–1980), der in den 1950er Jahren Teil des New Yorker Abstrakten Expressionismus war. Der Musiksommer wagte den Spagat, ein Werk solch unerhörter Dimension aufzuführen, und testeten dabei unsere Aufmerksamkeitsspanne. Dauern die vier Stunden wirklich vier Stunden? Oder geht es uns wie Feldman, dem das Stück kürzer erschien: «Es sind vier, aber ich will Ihnen versichern, es hört sich nach zwei an.»?
Gespielt wurde das Stück von Christoph Bösch, Flöte; Daniel Stalder, Percussion; Jürg Henneberger, Klavier, Celesta.
Umgeben von den Werken der Ausstellung «VOLLER LEBEN» der IG Halle, kuratiert von Guido Baumgartner, lud zeitgenössische Kunst dazu ein, sich neben den auditiven Eindrücken auch dem Sehen zuzuwenden. Wer neben Musik und Kunst eine dritte Komponente erleben wollte, konnte eine in der Ausstellung zur Verfügung gestellte Meditation absolvieren. Die Besuchenden selbst wählten, wann und wie lange Sie vorbeikommen wollten.
Fotos: © Werner Geiger
