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Bendicht Fivian – Figur und Landschaft

14. November bis 24. Januar 2010

Bendicht Fivian (1940 Bern) konstruiert Objekte, ist Zeichner, aber vor allem ist er Maler und zwar einer der beharrlichsten und überzeugendsten im Bereich der Gegenständlichkeit. Seine Motive entnimmt Bendicht Fivian stets der realen Umwelt, seien es Passanten auf der Strasse, Kiesgruben, Bunker, Müllhalden, Unterführungen, Türme, Fensterausblicke aus dem Atelier, Wälder oder alle die Gegenstände, die ihm im Atelier oder auf Reisen ins Auge fallen. Für den Rückblick auf rund dreissig Jahre Malerei wurde gemeinsam die Konzentration auf Figur und Landschaft gesucht. Der Rundgang setzt mit den frühen räumlich gestaffelten Kiesgruben der 1970er Jahre an, um über die grossformatigen politisch motivierten expressiven Figurenbilder der 1980er Jahre zu den wiederum räumlich verorteten Strassenzügen und Müllhalden der 1980er Jahre zu leiten. Das Moment der Idylle wird in Bendicht Fivians Werk bewusst ausgeblendet, als ihn ‚das Schöne an sich' malerisch nicht zu faszinieren vermag. Vielmehr wird sein Interesse durch triviale, banale oder auch unheimliche Motive geweckt, wobei ihnen der Maler eine intensive ambivalente Präsenz zu geben versteht. Das Beunruhigende dieser Arbeiten tritt in der aktuellen Werkgruppe der Wälder zurück; hier ist es wiederum der Raum, die Struktur der Linien, das Spiel von Licht und Schatten, das Warm und Kalt der Farben, die das Waldinnere (Buchen- und Eichenwälder des Seenlandes) geradezu spektakulär vergegenwärtigen.
(Ausstellungskatalog).

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